
Kunststoff und das Klima
21. Juni 2020

Wieder aufladbare Batterien / Akku
Wieder aufladbare Batterien
Die wirkungsvolle Alternative im Alltag
Welcher Akku zu welchem Zweck? Es gibt Akkus für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle. Hier kannst du nachlesen, was du beim Kauf eines Akkus beachten solltest.
Du kannst dir sicher vorstellen, dass in einem Mobiltelefon nicht soviel Strom fließt, wie in z.B. in einem ferngesteuerten Auto. Beim Mobiltelefon hat man lange StandBy - Phasen und das Telefon selbst benötigt eine eher kleine "Strommenge". Beim Modellbauauto, wo es auf Beschleunigung ankommt, muss in kurzer Zeit sehr viel Energie bereitgestellt werden. An diesen beiden Beispielen kannst du schon sehen, dass sich die Akkus unterschiedlich schnell entladen werden.
Richtwerte für deinen Verwendungszweck
Grundsätzlich kannst du dir merken, dass ein Akku mit einer hohen Kapazität (mAh = Milliamperestunden) auch eine höhere Selbstentladung hat. Das heißt, dass er bei "schwacher" Nutzung eher leer ist, als ein Akku mit niedrigerer Kapazität. Diese Übersicht soll dir helfen, den richtigen Akku für deinen Anwendungsfall zu kaufen.
- AAA Micro 550mAh, AA Mignon 2100mAh, C Baby 2500mAh , D Mono 5000mAh:
Diese Akkus besitzen eine geringe Selbstentladung und sind geeignet für Geräte, die lange mit einer Akkuladung auskommen, z. B. wie Mobiltelefon, Lichterketten, Stirnlampen, Wecker, Solarlampen, el. Thermometer, Fahrradlicht, usw. - AAA Micro 1050mAh, AA Mignon 2800mAh, C Baby 4500mAh , D Mono 10000mAh:
Diese Akkus mit einer hohen Kapazität eignen sich besonders für stromintensive Geräte wie Taschenlampen, Fahrzeuge im Modellbau, Kamera, usw.
Kapazität in Milliamperestunden (mAh)
Du findest auf jedem Akku oder auch bei jedem Smartphone die Angabe für die Akkukapazität. Sie wird in mAh angegeben und das steht für Milliamperestunden. Das ist die Ladungsmenge der elektrischen Energie, die ein Akku aufnehmen kann. Eine Milliamperestunde ist die Ladungsmenge, die in einer Stunde durch die Stromkreise des Gerätes fließt. Um die Akkus vergleichen zu können, muss der Stromfluss konstant bei einem Milliampere (1 mA) liegen.
Smartphones sind sehr energiehungrig und besonders das Display frißt einen beträchtlichen Teil der Akkukapazität. Deshalb sollten Akkus in Smartphone ca. 4000mAH besitzen
Memory-Effekt bei Akkus
Der Memory-Effekt beschreibt den Kapazitätsverlust eines Akkus, wenn er oft nur teilentladen wird. Dies war hauptsächlich bei älteren NiCd-Akkus der Fall. Moderne Akkus besitzen diesen Effekt nicht mehr, denn durch eine bessere Materialwahl oder eine geänderte Technologie wurden sie dieses Manko los.
Akkutypen
Nickel-Cadmium-Akku (NiCd): Sie besitzen einen geringen Innenwiderstand und werden gerne von Modellbauern verwendet, weil er einen hohen Strom liefern kann. Man sollte ihn nicht tiefentladen, sonst drohen Schäden am Akku und er ist hinüber.
Nickel-Metallhydrid-Akku (NiMH): Der Akku besitzt im Vergleich zum NiCd Akku die doppelte Energiedichte. Sie kommen ohne das giftige Schwermetall Cadmium aus. Allerdings haben sie auch Nachteile gegenüber dem NiCd Akku, denn sie sind weniger zyklenfest, Lade- u. Entladestöme sind geringer und sie sind empfindlicher gegen "minderwertige" Ladeverfahren
Lithium-Ionen-Akku (Li-Ion): Er besitzt eine sehr hohe Energiedichte und "verbraucht" deshalb weniger Platz. Er hat eine geringe Selbstentladung und kann hohe Stromstärken liefern (Pedelc, Akku-Bohrmaschinen, usw,). Allerdings sind die Herstellungskosten hoch und er altert, verliert an Kapazität und muss dann ausgetauscht werden. Sie können auch überhitzen, was schon zu Bränden geführt hat.